Die FeeTrospektive

Normalerweise betrachten wir in Retrospektiven die Vergangenheit und versuchen Maßnahmen zu finden, um die Zukunft besser zu gestalten. Doch eine Verbesserung kann auch anders ins Leben gerufen werden. Nämlich in dem man sich Ziele gibt und Wege ausarbeitet, diese zu verfolgen.

Die FeeTrospektive zielt darauf ab, dass die Teilnehmer aus ihren aktuellen Denkmustern herausbrechen und kreativ neue Wege finden ihren Arbeitsalltag spannender, lösungsorientierter oder produktiver zu gestalten.

Set the stage

Das Flipchart

Male ein Flipchart, wie in oberen Bild. Wenn Dein Kontext es nicht erlaubt, dass Du das Motto „Bück dich Fee, Wunsch ist Wunsch!“ verwenden kannst, nehme etwas weniger provokatives wie: “Tinkerbell ist hier und schenkt uns 5 Wünsche!” oder “Eine Fee kommt geflogen, und uns wird geholfen.”

Deiner Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Starte mit der Frage „Stellt euch vor es kommt eine Fee geflogen. Die will eure Wünsche im Arbeitskontext erfüllen! Was wären eure Top 5 Wünsche als Team?“

Hier kannst Du auch gerne ohne Zahl oder mit 3 Wünschen arbeiten.

Gather Data

Jeder kann nun innerhalb einer von Dir vorgegebenen Timebox seine Wünsche aufschreiben und diese den anderen vorstellen. Das hat den Vorteil, dass die Teilnehmer einander nicht werten, wenn die Wünsche ausgedacht werden.

Natürlich kann man auch gemeinsam sammeln. Da solltest Du darauf achten, dass niemand den Wunsch des anderen wertet oder runter macht und die Teilnehmer nicht gleich in eine Diskussion verfallen. Der Vorteil am gemeinsamen Sammeln ist, dass eine Idee die andere beflügeln kann.

Man kann die Wünsche dann clustern, falls es ähnliche sind und dann priorisieren.

Hier ein Beispiel für die Priorisierungsfrage:

„Macht maximal zwei Sterne auf den Wunsch/die Wünsche, der/die für Euch am meisten Unterschied machen würde/n, wenn sie erfüllt werden würde/n.“

Nehmt euch den am meisten Unterschied machenden Wunsch zuerst vor.

Generate Insights

„Leider gibt es keine Feen, zumindest hab ich bis jetzt keine gesehen.“

Wenn ihr diese Mitteilung macht, wird das Team leider ein wenig enttäuscht sein, denn sie hatten sicher gerade ganz viel Spaß beim außerhalb des Rahmen Denkens. Für die nächsten Schritte ist es jedoch notwendig, damit man nun konkrete Aktionen ausarbeiten kann, wie man doch zum gewünschten Ergebnis kommt.

Mit folgender Frage könnt ihr noch einmal die Kreativität der Teilnehmer anregen: „Welche Schritte sind notwendig, damit dieser Wunsch trotzdem in Erfüllung geht?“

Lasse Dein Team diskutieren und die Schritte aufschreiben.

Decide What to do

Wenn ihr dann einige Schritte habt, könnt Ihr diese zum Beispiel in eine Wert – Komplexitätsmatrix eintragen.

Komplexität – Wert – Matrix

Das regt noch einmal die Diskussion an und macht die Aufgaben konkreter. Nun könnt Ihr die Action Items auswählen, die ihr gerne im nächsten Sprint umsetzten wollt.

Wenn Ihr genügend Zeit habt, könnt Ihr euch die Action Items, die im Bereich hohe Komplexität und hoher Wert liegen annehmen und diese versuchen zu splitten, um sie ebenfalls um zu setzen.

Die entstandene Matrix kann man auch sehr gut in weiteren Retrospektiven verwenden.

Du kannst aber auch eine ganz andere Methode z.B. aus dem Retromaten wählen.

Je nachdem, ob noch Zeit ist können dann weitere Wünsche näher betrachtet werden.

Wrap Up

Zum Schluss kannst du dein Team fragen, ob Ihnen die Retrospektive Spaß gemacht hat und welchen Unterschied es für sie gemacht hat in die Zukunft statt in die Vergangenheit zu schauen.

Oder du fragst sie, ob sie die Matrix und die Ideen in der nächsten Retrospektive weiter verwenden wollen.

Was Du auch tust, habe Spaß dabei. Ich hoffe die Retrospektive hilft dir in deinem Scrum Master Alltag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.